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Herren 1

Trainerkarussell soll endlich anhalten

01.08.2017 12:21

TSG BRETZENHEIM Volleyballer seit Regionalligaabstieg vor fünf Jahren auf Suche nach Konstanz / Hoffnungsträgerin aus eigener Jugend

BRETZENHEIM - Wir suchen. So steht es seit mehreren Monaten auf der Homepage der TSG Bretzenheim geschrieben. Gesucht wird ein Trainer für die erste Mannschaft der Volleyballer. Die Annonce des Rheinland-Pfalz-Ligisten steht dort nach wie vor. Doch sie wird wohl schon bald verschwinden. Seit Mai gebe es vielversprechende Gespräche mit einer Kandidatin, sagt Abteilungsleiter Alexander Luther. Im Juli sei sie bei einem Treffen mit dem Team dabei gewesen, die gegenseitigen Erwartungen wurden abgeklopft. Und stimmten zu großen Teilen überein, so Luther. Wer sie ist, möchte er nicht verraten bis die Zusammenarbeit endgültig feststeht. Ein Probetraining im August soll vollkommene Gewissheit bringen. Nur soviel lässt Luther durchblicken: Die Trainerin stammt aus der Jugend des eigenen Vereins und verfügt über eine B-Lizenz.

Zumindest das Anforderungsprofil ist glasklar: Konstanz ist bei den Volleyballern das A und O. Denn die sehnen sie sich sowohl auf als auch neben dem Parkett seit dem freiwilligen Regionalliga-Abstieg 2012 sehnlichst herbei. Drei Trainer hielten seitdem im Stadtteil das Heft in der Hand. Zuletzt Erhard Sahm. Seit Herbst des vergangenen Jahres sind die TSG-Herren aktuell trainerlos.

Immerhin ohne drastische Auswirkungen, das Team sprang zum Saisonende dem Abstieg aus der Rheinland-Pfalz-Liga von der Klinge. Im Februar noch hatte das Team um Luther mit dem Rücken zur Wand gestanden, lag beinahe aussichtslos auf dem letzten Tabellenrang. Luther beschäftigte sich zu dem Zeitpunkt gedanklich ernsthaft schon mit dem Thema Abstieg (wir berichteten). Es wäre der dritte in fünf Jahren gewesen. Für den Abteilungsleiter nach damaliger Aussage „kein Genickbruch“. Die Mannschaft allerdings sah das völlig anders. „Ich wurde hart gescholten. Infolge des Zeitungsartikels ging ein Ruck durchs Team“, schildert Luther, der selbst als Spieler für die TSG-Erste aktiv ist. Mit dem Sieg im Derby gegen den VC Mainz wendeten die Bretzenheimer das Blatt und schafften am Ende den im Winter kaum für möglich mehr gehaltenen Klassenerhalt.

Mitte August startet der Stadtteil-Klub die Vorbereitung auf die neue Saison, die im September beginnt. Von dem „Eigengewächs“ als Coach erhoffen sich die Volleyballer nun Beständigkeit, „der Kitt zum Verein besteht schon mal“, sagt Luther. Entscheidend für die potenzielle Trainerin sei ihm nach, den Spagat zu schaffen: Auf der einen Seite den Spielern, die noch jung und willig sind, „Volleyball beizubringen“, erläutert der Abteilungsleiter. Auf der anderen, die Routiniers „weiter zu motivieren“, bei der Stange zu bleiben. Da besteht Konfliktpotenzial, das weiß auch Luther.

Mannschaft will „frecher spielen“

Stimmt der Grundsatz, soll die Hoffnungsträgerin das Spielerische in den Fokus nehmen. „Wir wollen frecher spielen, ekligen Volleyball zeigen.“ Und vielleicht dann auch wieder eine Liga höher anklopfen. Darüber habe zwar noch keiner geredet, erzählt Luther und vermutet dennoch: „Viele machen sich bestimmt insgeheim Hoffnungen.“

Von Nils Salecker

Quelle: Allgemeine Zeitung, 01.08.2017

Zuletzt geändert am: 01.08.2017 um 14:22

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